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Andacht "Hoffnung"

Die Hoffnung haben wir als einen sicheren und festen Anker unsrer Seele. (Hebr.6,19)

 Liebe Leser,

„diese Hoffnung haben wir …“ schreibt der Verfasser des Briefes. Hier schreibt ein Mensch, der Hoffnung hat, die sich nicht auslöschen läßt. Gehören Sie auch zu den Menschen mit einer unverwüstlichen Hoffnung? Worauf hoffen Sie?

Viele Menschen sagen mir: „Hoffentlich hören diese Kriege bald auf.“ Und je mehr Kriege aufbrechen, umso schwerer wird es, an der Hoffnung festzuhalten. Wer im Krankenhaus liegt, hofft darauf, daß er bald wieder gesund entlassen wird. Junge Leute in der Ausbildung hoffen auf eine gute Stelle, für die sich die ganze Mühe gelohnt hat. Ich erlebe im Hospiz Menschen, die noch auf etwas hoffen, zum Beispiel daß ihre Angehörigen noch einmal kommen, bevor es zu Ende geht. Ein anderer hoffte darauf, doch noch einmal aufstehen und ein paar Schritte selbständig laufen zu können. So hat er im Bett mit den Beinen Übungen gemacht, um sie zu trainieren. Zum Aufstehen kam es nicht mehr, aber die Hoffnung darauf, hat ihn durch seine letzten Lebenstage getragen. Hoffnung ist wie ein Anker, der uns Halt gibt. Hoffnung ist wie ein Lebenselixier. Resignation und Gleichgültigkeit sind Feinde der Hoffnung. Ein Arzt, der selbst Insasse in einem KZ war, erlebte seine Mitgefangenen. Viele von ihnen hofften, daß sie bis Ende 1944 befreit werden würden. Das gab ihnen Lebenskraft. Als das Jahr zu Ende ging, ohne daß Befreiung kam, starben viele der Gefangenen. Sie hatten die Hoffnung aufgegeben. Auch wenn alles um uns wegbricht, die Hoffnung sollte das letzte sein, das stirbt. Egal wie trübe es in unserem Leben aussieht und welche Probleme uns den Horizont verstellen wollen, die Hoffnung durchbricht die Nebelschwaden. Sie findet immer einen Ausweg.

Doch die Hoffnung braucht etwas, woran sie sich klammern kann. Hoffnung, die ins Leere geht, trägt nicht. Gott ist es, auf den wir unsere Hoffnung setzen können. Wenn alles wegbricht, wenn Menschen uns enttäuschen und die Schwierigkeiten zunehmen, dann ist Gott es, bei dem wir Halt finden. Unsere Hoffnung ist der Anker, Gott ist der Felsen, an dem der Anker sich festmacht. Und wenn eine Krankheit nicht enden will, auf Gott kann ich hoffen, daß er mir weiterhilft und für mich sorgt. Und wenn ein Kind in der Familie auf eine schlechte Bahn geraten ist und nicht davon wegkommt, auf Gott kann ich hoffen, daß er es aus der Sackgasse herausführt. Und wenn die Not und das Elend in der Welt immer noch größer werden, auf Gott können wir hoffen, daß er der Not ein Ende macht und sein Friede sich durchsetzt. So hat es Jesus versprochen. So beten wir es immer wieder: „Dein Reich komme, dein Wille geschehe …“. Gottes Reich ist ein Reich voll Frieden und Gerechtigkeit. Und wenn das Leben zu Ende geht, auf Jesus Christus können wir hoffen, der zum neuen, ewigen Leben uns rufen wird. Machen wir unsere Hoffnung zum Gebet!

Auf Gott hoffen, das heißt: sich von Resignation und Pessimismus verabschieden, der Mutlosigkeit und Verzweiflung den Rücken zuwenden, mit Freude und Zuversicht erfüllt, mit Frieden im Herzen und in allen Gliedern beschenkt werden.

Hoffnung ist der Rettungsring, den Gott uns zuwirft. Ergreifen wir ihn! Setzen wir unsere ganze Hoffnung auf Gott. Und wir werden mit neuer Kraft und Freude erfüllt weitergehen können. Es grüßt Sie herzlich Ihr Pfr. Eckehard Graubner

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